Home Deckel (Æ-Platte) - Das Bild



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Die automatische Übersetzung ist zwangsläufig ungenau. Diese Übersetzung ersetzt nicht die Lektüre der deutschen oder englischen Original-Texte.

Per aspera ad astra
432000 Einherjer hinter den 540 Toren Walhalls

Dieser Ægil steht hier – mit Pfeil und Bogen gewappnet – in einer Befestigung, ein Mauerwerk mit Zinnen, was eine in damaliger Zeit eher seltene Anlage war. In der "naiven Perspektive" des frühen Mittelalters wird die Befestigung im Aufriss, also von oben gezeigt wie auf dem gotländischen Bildstein Ardre VIII. Der Giebel der Schmiede mit den Tierköpfen ist seitlich an die Mauer gesetzt. 
Ebenso sind auch die Zinnen der Befestigung auf unserem Bild seitlich an die Mauer gesetzt, und der Schütze steht in der Türöffnung (naive Perspektive), nicht etwa hinter einem Fenster. Diese Tür ist durch die kreisrunde Aussparung, auf der einmal eine metallene Scheibe gesessen haben wird, gut gesichert. Wenn wir davon ausgehen, dass hier tatsächlich Woden/Odins Walhall gemeint ist, dann kann das Grimnirlied (38) der Edda dieses Segment
erklären:

Swalin heißt der Schild, der vor der Sonne steht,
der glänzenden Gottheit.
Brandung und Berge verbrennten zumal,
sänk er von seiner Stelle.

Es ist denkbar, dass hier im Zentrum einst eine goldene(?) Sonnenscheibe verschraubt war. Sie wird 12 Blätter oder Strahlen gezeigt haben, Symbol für die 12 Monate des Sonnenjahres, so wie die 13 blättrigen Rosette des Magierbildes auf die 13 Monate des lunaren Jahres verweist.

Hinter dem Schützen, innerhalb der Festung, wölbt sich eine Bogenkonstruktion, wie wir vom Magierbild und vom Titusbild her kennen. Solche Gebilde kennzeichnen also den besonderen Ort, eine heilige Stätte. Wenn diese Szene hier Odins Walhall zeigt, dann wäre dies Hliðskjálf, der Hochsitz (Thron) des Gottes, der hier - vielleicht mit seinem Speer Gungnir in der Hand dargestellt ist.1 Wenn man in der Person ein weibliches Wesen sieht, dann könnte es Freya oder Frigg, die Gemahlin des Gottes und Führerin der Walküren sein.

Dem Sitz entspricht der Thron der Maria auf dem Magierbild. Sprachlich sind ‚Thron’ und ‚Hochsitz’ im a.e. Wort ‚giefstol’ oder ‚setl’ dasselbe. Diese Darstellungsform dürfte der Schnitzer den Illuminationen der Evangeliare entnommen haben, wo man insbesondere heilige Personen auf diese Weise hervorhob. Der valknut oder Dreipaßknoten über dem Bogen und zwei weitere außerhalb der Befestigung deuten in dieselbe Richtung. Zwei doppelköpfige Tiere unter und über der Gestalt kennzeichnen diese. Auch das kennen wir von den Evangeliaren, wo die Symboltiere die Evangelisten identifizieren oder wo die Taube als heiliger Geist auf Christus verweist. Es könnten dies nun die Raben Hugin und Munin und die Wölfe Geri und Freki sein, die Begleiter des Gottes, wenn es nicht (wahrscheinlicher) Adler und Wolf sind, die nach dem Grimnirlied (10) Wahrzeichen der Halle sind:

Leicht erkennen können, die zu Odin kommen,
Den Saal, wenn sie ihn sehen:
Ein Wolf hängt vor dem westlichen Tor,
Über ihm dräut ein Aar.

Thron-Amulett-(Lejre-in-2009)
Photo-courtesy-Ole-Malling-Roskilde-Museum.

Eine Bestätigung dieser Deutung scheint das 2009 gefundene Amulett von Lejre (9. bis 10. Jh.) zu liefern. Die nur 17,5 mm hohe Skulptur aus Silber und Niello zeigt eine Person auf einem Thronsessel, flankiert von zwei Rabenvögeln. Dabei handelt es sich höchst wahrscheinlich um Odin und seine Boten Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung).1a Zwei weitere stilisierte Tierköpfe scheinen auf die Wölfe Geri (der Gierige) und Freki (der Gefräßige) hinzuweisen. Ähnlich wie auf unserer Darstellung sind sie Teil des Thronsitzes, aber keine dekorative Zutat, sondern Attribut des dargestellten Gottes, und sind somit funktional. Diese Qualität gilt besonders gilt besonders für das Amulett, von dem man magische Wirkung erhofft.

  Aber nicht nur valknutr und Woden/Odins Tiere weisen auf Walhall hin. Auch die Befestigungsmauer deutet auf den Ort. Sie ist aus 27 (3x3x3) ineinander gefügten S-Runen s-Runes-Runes-Rune gebildet, wobei s-Rune für die Sonne (Licht und Leben) steht. Die Sonne aber ist Odins Auge, das er für seine Weisheit an Mimir verpfändet hat. So kann man in dem Gott der toten Krieger auch einen Sonnengott sehen, der mit der Kraft seiner Rune s-Rune die Gefallenen belebt und nach Walhall holt.

Doch die Mauer verrät noch mehr. Im Grimnirlied (23) heißt es mit Blick auf Ragnarök:

Fünfhundert Tore und viermal zehn
Wähn ich in Walhall.
Achthundert Einherier ziehn aus je einem,
Wenn es dem Wolf zu wehren gilt.

Odins eschatologische Truppe umfasst also 540 x 800 Krieger, somit 432000 Mann, die auf Seiten der Götter in die letzte Schlacht ziehen. Natürlich ist ein solches Heer nur symbolisch andeutbar, was den Betrachter zum Zählen nötigt:
18 Zinnen (2 je Schmalseite und 7 je Längsseite) sind seitlich an die Mauern gesetzt. Diese Aufbauten sind aus jeweils 3 „Steinen“ zusammengesetzt, was 54 ergeben würde, also die „Grundzahl“ für 540. Nun sind allerdings die Zinnen der oberen Längsseite derart beschädigt, dass vier von ihnen lediglich aus zwei „Steinen“ bestehen. Offensichtlich hat ein herausgebrochener Knochensplitter zu dem Verlust geführt, denn auch der Wotansknoten (valknut) rechts daneben ist teilweise zerstört. Dieses Missgeschick wird entweder dem Schnitzer unterlaufen sein, oder jemandem, der seine Aussageabsicht kannte. Um den Verlust der 4 „Steine“ auszugleichen, hat er zwei der verbliebenen Zinnen (wohl nachträglich) so unterteilt, dass sie mit jeweils 3 + 2 „Steinen“ das gewünschte Ergebnis 54 produzieren. Dass 18 Zinnen aus je 3 Komponenten die Zahl 54 ergeben, ist rechnerisch richtig, deutet aber nicht zwingend auf eine numerische Absicht hin. Wenn aber der Schnitzer einen Fehler ausgleicht, um diese Zahl zu erzielen, dann deutet gerade diese Nachbesserung auf die Aussageabsicht hin. Mit den 54 Elementen sind die 540 Tore Walhalls gemeint, durch die je 800 Krieger hindurchziehen können.2

So wie die Zahl 540 auf ihren „Grundwert“ 54 reduziert wurde, so mag sich auch die Zahl 800 auf ihren „Grundwert“ 8 zurückzuführen lassen. Wenn nun die Tore Walhalls (symbolisiert durch die Zinnen) Teil des Gebäudes sind, so müssten die Verteidiger Teil des Kampfgeschehens sein. Wenn also der Bogenschütze Pfeile auf die Angreifer abschießt, dann mag man in ihnen eben diese Krieger sehen. Eine szenische Darstellung würde mit zwei oder drei Geschossen auskommen, wo hier ein wahrer Hagel auf die Angreifer niedergeht. Allerdings sind tiefere Deutungen zwangsläufig spekulativ.3

Blicken wir noch einmal auf die Angreifer. Zwei von ihnen sind deutlich größer als unser Bogenschütze und die übrigen.Dazu gehören wohl auch noch die drei kleineren Gestalten vor ihnen, bedroht von dem Pfeilhagel. Zwei nackte, nur mit Schild bewaffnete Kämpfer sind wehrlos dem Geschehen ausgeliefert. In der naiven Perspektive dargestellt, scheinen sie zu liegen, gar gefallen zu sein, aber sie halten ihren Schild vor sich und die Beine sind in Bewegung. Sie mögen zu den Verteidigern gehören, ebenso wie der letzte, der sich nach hinten davonmacht und dabei noch einen der Riesen, herausgehoben durch Helm und Speer, hinterrücks angreift. Auch sonst ist es um die beiden Hünen schlecht bestellt, da wir hinter ihre Abwehr schauen können, - hinter ihre Schilde. Die Situation der Reifriesen ist problematisch.

Aber verteidigt der Bogenschütze tatsächlich Asgard, den Sitz der Götter, gegen den Angriff der Jötunn, der feindlichen Reifriesen? Oder geht es letztendlich um die Sonne, mit deren Verschwinden das Chaos hereinbricht? Ist Ragnarök angebrochen? Wenn die Weltenesche, Yggdrasil, die in Nifelheim wurzelt, neun Welten durchdringt und Asgard Schatten spendet, zu zittern beginnt, dann bricht die letzte Schlacht an.

Ragnarök im Kreislauf des Jahres

Für eine solche Deutung finden wir im Skírnismál die passende Vorlage. Dort ist es Freyr, der auf dem Thronsessel Hliðskjálf sitzt, von wo er nach Jötunheimr blickt und dort die schöne Riesin Gerðr erblickt, in die er sich verliebt. Freyr bittet seinen Freund und Diener Skirnir, für ihn zu werben und gibt ihm sein magisches Schwert (das in der Hand des Kundigen selbständig kämpft) und seine Stute mit auf den Weg. Gerð wird Freyrs Frau, was der casus belli für die Riesen ist. Ohne sein Schwert, bewaffnet nur mit einem Hirschgeweih, tritt Freyr dem Riesen (jötunn) Beli entgegen. Letztlich aber wird er von dem Feuerriesen Surtr im Ablauf von Ragnarök geschlagen.
Wenn wir Nacktheit als Kenning für „unbewaffnet-sein“ auffassen, dann könnte Freyer eine der beiden Gestalten unter bzw. über der Scheibe sein, die einst vermutlich ein goldenes Sonnenemblem getragen hat. Die andere nackte Gestalt könnte Skirnir darstellen, der seinem Freund in den Kampf folgt, wobei er aufgrund seiner dienenden Stellung kaum besser gerüstet sein dürfte als sein Herr. Da man Freyr auch als Sonnengottheit angesehen hat, würde sich diese Nähe zu dem Gestirn seiner Natur entsprechen, da die Sonne das eigentliche Angriffsziel bei Ragnarök ist. Letztendlich wird sie vom Wolf Fenrir verschlungen, so wie auch Odin selbst. Bei dem Kampf hier auf unserem Bild wird es somit um die Sonne gehen, um den Angriff der Riesen auf sie und ihre Verteidigung durch die Asen. Die beiden nackten Gestalten sind Teil des Geschehens; sie liegen nicht etwa tot auf dem Boden, sondern bewegen sich (mangels Perspektive) auf dem Schlachtfeld. Sie sind unterschiedlich groß, so dass die obere (größere) Figur vermutlich für den Sonnengott stehen wird4.< > Letztendlich aber spiegelt das Geschehen den jährlichen Kreislauf vom Auf- und Niedergang der Sonne aus der Wintertiefe über den Scheitelpunkt im Sommer bis wieder hinab nach Mitwinter. Es ist der Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt.

Sechs Bilder - ein Programm

Die Bilderfolge beginnt mit dem Topos von herausragender Geburt (Magier) und beschützender Partnerschaft (Wieland), sie setzt sich mit dem martialischen Topos des Krieges (Romulus und Remus) fort und gipfelt in der Darstellung von Sieg und Ruhm (Titus). Diese beschwörenden Formeln der drei Bildtafeln sollten ein glorreiches heroisches Leben sichern. Die vierte Tafel (Herh-Os) soll dem Helden - wenn seine Zeit gekommen ist und seine Walküre ihn erwählt hat - den Tod im Kampf bringen. Während das Ende auf Bärenfell oder Strohsack unweigerlich ins Schattenreich der Hel führt, sichert der Heldentod ihm den Einzug ins lichte Walhall (Ægil). Setzt man Asgard, das Götterreich im Wipfel der Weltesche, mit dem Himmel gleich, dann ist der Deckel wohl der angemessene Ort für diese Szene.
Die Bilderfolge aus Geschichte und Mythologie auf der Schatulle soll somit das Schicksal ("way of wyrd") ihres wohl königlichen Besitzers in die ersehnte Bahn lenken.

Es mag an dieser Stelle von eher philosophischem Interesse sein, aber es scheint, als sei der Lebensweg nur die Vorbereitung auf das eigentliche Leben im Jenseits, wobei das Paradies hier eben Walhall heißt. So ist es auch verständlich, dass das Sinnbild der Geburt (Magier) auch Elemente des Todes (Myrrhe, Odinsknoten usw.) enthält und unter dem Zeichen der lunaren Rosette steht. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass auf der Scheibe im Zentrum des Walhallbildes ein Sonnenwirbel als Lebenssymbol5 prangte. Schließlich verstand man die Auferstehung als Einkehr in das Reich des Lichts, so wie es die Rune s-Rune verheißt.


1 Hliđskialf (altnord. Hliðskjálf – „Schelf des Mitgefühls“), auch als Lidskialf oder Lidskjälf bezeichnet, ist in der nordischen Mythologie der Thron des Hauptgottes Odin bzw. der Ort, an dem sich dieser befindet. Er steht im Götterpalast Valaskjalf in Asgard, der in manchen Darstellungen Odins großem Saal Walhall gleichgesetzt wird.
Von seinem Thron aus konnte Odin alle neun Welten des germanischen Weltbildes überblicken, was als Fähigkeit, alles sehen und alles hören (erlauschen) zu können, gedeutet wird. Die Vorstellung eines Stuhls oder Throns für die oberste Gottheit ist in der Mythologie nicht unüblich. Bemerkenswert ist aber, dass diese göttliche Fähigkeit strikt ortsgebunden gedacht ist. Da Odin auch den Gott Loki von seinem Thron aus nicht sucht, aber doch entdeckt, erscheint diese Gabe zudem auch auf andere Gottheiten anwendbar. Selten, etwa in der Grimnismál, wird auch berichtet, dass die Göttin Frigg neben Odin säße (vgl. Grimm, Mythologie 1, 112ff.). Auch Freyr besteigt in der Skírnismál kurzfristig den Thron.
„da ist ferner ein großer Saal, der Walaskialf heißt: das ist Odins Saal. [...] In diesem Saal ist der Hochsitz, der Hlidskialf heißt, und wenn Allvater auf diesem Hochsitz sitzt, so übersieht er die ganze Welt. “
Gylfaginning, Strophe 17 nach Karl Joseph Simrock
Quelle: Wikipedia

1a Dazu Marijane Osborn, „The Ravens on the Lejre Throne” in: Representing Beasts in Early Medieval England and Scandinavia (2015), S. 94 – 112. Die beiden anderen Tierköpfe halt Osborn für “ornamental”, verweist aber auf Carl Anderson, der in ihnen Odins Wölfe erkennt [„The Backrest Beasts of Oðinn from Lejre“ Society for Medieval Archaeology Newsletter 44 (October 2010) 7-8.]

2 Die 10 oder 100 als Multiplikator definiert den Wert mehr qualitativ als quantitativ. (Vgl. auch Anm. 2)

3 S. O. Reuter, Der Himmel über den Germanen (1936), S.42 f bemerkt zu den Zahlenangaben: "Eine Teilung in 8, 16 und 27 zeigt schon die Kultscheibe des bronzezeitlichen Himmelswagens von Trundholm aus Westschweden, wo die zahlreichen Radkreuze auf den Felsbildern ähnliche Teilung zeigen. In geschichtlicher Zeit erscheint diese Teilung in einem astronomischen Bruchstück der Edda das für die himmlische Walhall 540 Golfe und Tore mit je 800 Einheerern, die, zusammen 432000, im Ende des Menschenalters (verold = Welt) gegen die eindringende Zerstörung eingesetzt werden sollen. Da die Verzehn- und Verhundertfachung auch sonst als germanisches Kunstmittel bezeugt ist, sind die ursprünglichen Zahlen des Himmelskreises 54 und 8; sie bilden die Sonnen- und Mondbahnteilung in dem gemeinschaftlichen Vielfachen 432000, die in gleichem Sinn Altindien angehört ..."

Hans Naumann, "Die Zahl 432000" führt darüber hinausgehend aus: "... die Zahl 432000 ist eine charakteristische Zahl der hellenistisch-orientalischen Zeitenmystiksysteme, die ihre Quelle, soweit wir sehen, im Babylonischen finden. Wir geraten mit dieser Zahl in die babylonische Weltzeitalterlehre, die Aeonenlehre, die Lehre vom großen Weltjahr, vom Aion. Der babylonische Mardukpriester Berossos aus der Diadochenzeit hat die Zahl 432000 überliefert für den Aion der vorsintflutlichen Könige. Die Weltjahrzahlenspekulation Indiens kennt die Zahl 432000 für das Kaliyuga, mit 10 multipliziert gibt sie sie für des Mahayuga an. Sie liegt dem ganzen Yugasystem zugrunde und sie begegnet mit 3 Dekaden multipliziert auch in der platonischen Zahl 12960000 : 432000 ist das Dreißigstel der platonischen Zahl im achten Buch von Platons Staat. Man kann sagen, nach einem bestimmten System der hellenistisch-orientalischen Aeonenlehre dauert ein Aion 432000 Jahre; sind sie um, so ist eine Weltperiode zu Ende.
Man weiß nun schon längst, dass diese auffällige Zahl mit der Zahl der Walhallkrieger zusammenhängen muß, dass es sich um ein entlehntes Trümmerstück jener Aeonenlehre handelt, im Zusammenhang mit andern Trümmern nach Germanien verschlagen. Jeder Zufall ist ausgeschlossen. Eine so ungewöhnliche Zahl wird nicht zweimal verschiedenen Ortes, noch dazu in verwandter Funktion, erfunden. Wo die Zerlegung der Zahl in 540 und 800 erfolgte, darüber wird sich kaum etwas ausmachen lassen. Orientalisch-hellenistischer wäre die andre Zerlegung mit der bedeutungsschwereren Zahl 72 gewesen, 600 mal 720 gleich 432000."
Dazu paßt der Eintrag aus dem Damen Conversations Lexikon, Band 7. [o.O.] 1836, S. 334-349 zu "Mythologie": "Im alten Italien waren die Etrurischen Staaten am mächtigsten, ausgebildetsten, und hatten eine zahlreiche Priesterschaft. Diese lehrte von der Weltschöpfung und dem Kreise der Zeit: Der Demiurg schuf in 6000 Jahren die Welt, Himmel und Erde, Firmament und Meer, Sonne und Mond, Thier- und Menschenseelen. Andere sechstausend Jahre lang dauert das Menschengeschlecht; nach Ende des zwölftausendjährigen Weltjahres beginnt eine neue Schöpfung. Gott hieß Aesar (an die Asen der scandinavischen Mythe erinnernd), Tina war die Weltseele, Natur, Schöpferhauch."

4 Wikipedia: Er herrschte über Regen und Sonnenschein und wachte als Fruchtbarkeitsgott über das Wachstum. Sein Kultzentrum war Uppsala, wo er neben Thor und Odin verehrt wurde. Saxo schreibt, dass ihm dort jährlich ein Opfer von Hadingus und seinen Nachkommen dargebracht worden sei (Saxo I, 8, 12). Nach Adam von Bremen geschah dies nur alle 9 Jahre, wobei Menschen und Tiere getötet worden seien (Adam IV, 27).

5 Dieses Symbol findet sich nicht nur auf heidnischen Zeugnissen dieser Zeit (z.B. gotländische Bildsteine), sondern auch auf christlichen Darstellungen.

 

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